Modifikationsbericht 2016 / 2017     
Im Winter 2016 / 2017 stand mal wieder ein wenig Arbeit an.

Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen 2016 zeigte sich im Zuge der üblichen Wartung ein wenig Ölschleim im Kühlwasser. Aus Sicherheitsgründen sollte also der Kopf nochmal runter. Außerdem hatten sich bei der bis dahin montierten CSC-Auspuffanlage mit Fächerkrümmer mittlerweile überall Risse gebildet und ein Dämmeffekt war auch nicht mehr wahrnehmbar. Einmal musste ich in Padborg deshalb sogar vorzeitig eine Veranstaltung abbrechen.

Es gab also Arbeit und der - für die letzten Veranstaltungen 2016 nachgeschweisste - Auspuff sollte durch eine nur in den USA erhältliche Edelstahl-Auspuffanlage mit längerem Fächerkrümmer und deutlich besserem Abgasverlauf ersetzt werden. Wenn dann schon eine Bestellung in die USA ansteht, dann können ja weitere Teile, die nur dort erhältlich sind und schon länger auf der Wunschliste stehen, gleich mit bestellt werden.

Ergo erging im November-Urlaub die verbindliche Bestellung und nur wenige Wochen später kamen drei große Pakete (auf Umwegen - aber das ist eine andere Geschichte) bei mir an

Über die Kosten für den Versand und die Zollgebühren decke ich an dieser Stelle lieber den Mantel des Schweigens. Es gibt Dinge, die man einfach unter "Hobby-Kosten" abhaken muss - und zwar möglichst schnell. Erfreuen wir uns lieber am Inhalt:

Ich zähle mal auf:

Der Kopf war mittlerweile schon demontiert - man ist ja in Übung, insofern geht das mittlerweile "Ratz-Fatz":

Weder an der Kopfdichtung noch am Kopf war eine wirkliche Ursache für das Öl in der Kühlflüssigkeit erkennbar. Also alles gesäubert und kontrolliert, um den Motor dann später mit neuer Kopfdichtung wieder zusammen zu stecken.

Parallel zu der Teilebestellung aus den USA habe ich mir dann endlich eine LiFePo-Batterie bestellt. Eine solche Batterie ist sehr leicht, damit spare ich auf einen Schlag 10 kg gegenüber dem alten Blei-Akku ein. Außerdem brauchte ich Montagematerial für den Auspuff und Radmuttern mit Kugelschaft für die dreiteiligen BBS E30 Rennsportfelgen...

Nun wurde der Zylinderkopf wieder montiert um dann den neuen Fächerkrümmer und den Auspuff anzupassen. Da das Endrohr nun auf der anderen Seite rauskommt, musste ein Ausschnitt in die Karosserie gemacht werden.

Die vorgesehene Halterung für den Topf erschien mir für meinen Einsatzzweck ungeeignet, weil einfach zu "piefig", also baute ich die Aufhängung aus Universal-Zubehör von Power-Sprint:

Das beim Zusammenbau des Motors der neue Anlasser verwendet wurde, ist ja klar... Im nächsten Schritt widmete ich mich dem Vorderbau. Zunächst wurde der neue Stabi unter dem Auto montiert:

Damit soll das "Beinchen heben" in zügig gefahrenen Kurven zukünftig verhindert werden. Schauen wir mal...

Weiterhin wurde im vorderen Bereich die neue LiFePo-Batterie montiert (minus 10 kg) und ich habe die vor Jahren gekaufte GfK-Fronthaube wieder aus der Ecke geholt und überarbeitet. Das Problem bei der damaligen Verwendung der Haube im Jahr 2013 war, dass diese sich beim Fahren durch das Eindringen des Fahrtwindes "aufgebläht" hatte. Also wurden jetzt mehrere Gegenmaßnahmen getroffen:

Das Ganze wurde dann zunächst einmal mit der Sprühdose in schwarz-matt lackiert:

Als letzte Maßnahme im Bereich des Vorderbaus wurde dann ein Luftleitblech aus Alu im ehemaligen vorderen Kofferraum platziert, so dass die Kühlluft besser durch die beiden "Nasenlöcher" in der Haube abgeleitet wird. Durch den Einbau des Stabis und des Luftleitbleches wurde der Gewichtsvorteil von Batterie und GfK-Haube zwar ein wenig aufgehoben, aber unterm Strich habe ich immer noch 12 kg eingespart und technisch sinnvoll waren die Änderungen allemal.

Ein paar alte Aufkleber lagen auch noch rum, dann sieht das Ganze nicht so steril aus...

Als nächstes ging es dann an die Endmontage von Fächerkrümmer und Ansaugbrücke. Da die Bohrungen sowohl für Ansaug- als auch für die Abgasführungen jeweils vergrößert wurden, stellte sich wieder einmal das leidige Problem mit dem Erweitern der Bohrungen in den entsprechenden Dichtungen. Mein bisherigen Vorgehen war die Probemontage der Dichtungen am Kopf mit Montagepaste und anschließendem Bearbeiten der Dichtungen mit dem Dremel.

Zum Verständnis: es handelt sich um Dichtungen mit einer Metalleinlage. Nun sollte ein Stanzer in der richtigen Größe das Verfahren vereinfachen. Hier mal die ersten Versuche:

 

Mit alten Tetra-Packs war das Ganze sehr erfolgreich, leider ist die Dichtung deutlich widerstandsfähiger und so führte der Stanzversuch zu keinem durchschlagenden Erfolg. Außer massiven Verformungen war nicht viel zu erreichen...

Also musste am Ende dann doch wieder der Dremel ran und das Ganze wurde unter "Jugend forscht" abgehakt.

Nun brauchten nur noch die Ventile eingestellt werden und die letzten üblichen Feinarbeiten durchgeführt werden.

Mittlerweile war es Mitte März geworden und der erste Trackday am 01. April war natürlich schon gebucht.  Vorher wollte ich endlich mal auf den Leistungsprüfstand! Da der Motor nun seit zwei Saisons relativ zuverlässig lief und gefühlt auch eine gute Leistung hatte, sollte das Gefühl mal durch Fakten untermauert werden. Also noch ein, zwei kurze Probefahrten "um den Block" gemacht und dann ging es am 30. März ins Münsterland.

Und hier geht es mit dem Bericht über den Auftritt auf dem Leistungsprüfstand und dem ersten Event 2017 in Papenburg weiter...

© by Michael V.